Laura Schleth - Frankfurter Pétanque Club

Herzschlagfinale

Am Samstag wurde das letzte Hallenturnier in Hungen ausgetragen und somit gleichzeitig die Freiluftsaison eingeläutet. Der Frankfurter Pétanque Club war mit vier Tripletten vertreten, darunter zwei reine Mannschaften mit Frederick Zollfrank, Tobias Kollmer und Peter Henrici, sowie Robert Haag, Dieter Schwöbel und Michael Lewicki. Der mehrfache Deutsche Meister Jörg Born verstärkte Pascal und Friedrich Sittmann. Laura Schleth formierte sich mit den Rüsselsheimern Moritz Hof und The Thu Ha Dang.
Im ersten Spiel des Tages marschierten alle Teams souverän in die zweite Runde. Das „Team Henri“ hatte dabei das schwerste Los erwischt. Sie setzten sich aber deutlich gegen Markus Sigusch, Hans Pratzer und Michael Groth mit 13:5 durch. In der folgenden Partie wartete bereits die amtierende Europameisterin im FKK Boulen Nicole Schulz mit Ihren Partnern. Leider überzeugte Sie auch textilsicher und ließ unseren Jungs ohne Belästigung der Allgemeinheit keine Chance.
Der richtige Kracher kam dann im Viertelfinale mit der Partie Loic Elitok, Frank Lückert und Peter Weise (alle Wiesbaden) gegen Robert, Dieter  und Michael. Vorausschauend auf die in vier Wochen startende Hessenliga war diese Begegnung schon etwas richtungsweisend. Direkt die erste Aufnahme versprach ein tolles und spannendes Spiel. Robert‘s erste Kugel (Biberon) konnte von Wiesbaden sechsmal nicht geschlagen werden.  Franks devant an Roberts Kugel machte eine große Punkteausbeute fast unmöglich. Die Frankfurter entschlossen sich direkt das Paket anzugreifen, in der Hoffnung das Cochonnet über die Seitenlinie zu schießen. Michaels erster Schuss schlug ein und die Taktik ging auf, 4 Punkte für die Frankfurter. Etwas geschockt durch diesen Paukenschlag zogen die FPC’ler schnell auf 7:0 davon. Anschließend kamen die Wiesbadener besser ins Spiel, ohne die Frankfurter noch richtig gefährden zu können. Am Ende einer niveauvollen und spannenden Partie gewannen Robert, Dieter und Michael schließlich 13:8, weil sie in den entscheidenden Phasen wacher waren und ihre Chancen entschlossen nutzten.
Im Halbfinale B besiegten Frederick, Tobi und Henri die Dreieichenhainer Kombo Sabine Wagener, Andreas Capewell und Roland Wawzyniak und zogen zielsicher ins Finale ein.
Im A-Turnier wurden die Gegner von Pascal, Jörg und Friedrich meist überrollt, so standen sie schon als Finalgegner fest, als die zweite Halbfinalpartie noch nicht begonnen hatte.
In diesem standen Thu Ha, Laura und Moritz  der Frankfurter Herrentriplette  gegenüber. Das Spiel verlief eher zäh und hatte nicht so viele  Highlights. Die Frankfurter wirkten anfangs noch matt von der Partie gegen die Wiesbadener und lagen schließlich 3:7 zurück. Am Ende machte wohl der Positionstausch zwischen Robert und Dieter auf der Vorlegerposition den Unterscheid. Die Kugeln kamen von vorne zwingender und Robert konnte als Milieu besser überzeugen. Laura spielte mit Thu Ha und Moritz sehr homogen und punktete mehrfach in arger Bedrängnis für ihr Team. Ebenso schlugen zwei äußerst sichere Treffer gegen die „13“ ein, ein klarer Fingerzeig Richtung Hessenligadebüt. Schließlich gewannen die drei Herren aber sicher mit 13:7.

Mo, Thu Ha und Laura

Das B-Finale gewann Henri und seine Young Guns nach 4:11 Rückstand noch mit viel Herz und Leidenschaft mit 13:11. Somit unterstrichen Sie wieder einmal die Tatsache, dass man kein Bockenheimer Team abschreiben darf.
Das große Finale zu später Stunde ging spektakulär los, in nur drei Aufnahmen gingen die Sittmänner schnell mit 7:1 in Führung,  und es drohte ein einseitiges Endspiel zu werden. Doch durch ein paar taktisch fragwürdige Entscheidungen von Jörg Born verloren sie schleichend an Souveränität und das rein Frankfurter Team fing sich. Der Druck von Robert wurde stärker und ein gelungener Sauschuss von Michael schien das Finale zu drehen. In nur wenigen Aufnahmen nutzen Robert, Dieter und Michael ihre Chancen und kamen auf 9:12 heran. Abermals   durch zu defensive Spielweise ermöglichten Pascal, Jörg und Friedrich dem Gegner bei diesem Spielstand die Partie sogar zu beenden. Der angekündigte Sauzug, auf der schweren Bahn 12, gelang Dieter perfekt mit seiner ersten Kugel (Leider geil!). Drei Punkte am Boden und eine Kugel auf der Hand mit reichlich Platz für Schluss reichten ihm dann aber doch nicht aus und so ging es beim Stand von 12:12 in die entscheidende Aufnahme.
Diese ist schnell erzählt.  Robert macht zweimal Druck, wird einmal von Pascal geschlagen und von Friedrich entsorgt. Michael streift zweimal Pascal’s Kugel mit Aufsetzern und Dieter verpasst das Devant, so dass am Ende die „Sittmänner“ und Jörg ein Herzschlagfinale gewonnen hatten.

Frankfurter Pétanque Club,
schlecht für die Nerven,
schlecht für dein Ego,
schlecht zu besiegen,
doch leider geil!

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Ein Kommentar zu “Herzschlagfinale”

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