Entgleist die Hessenliga

Der vielleicht schönste Wettkampf einer langen Boulesaison sind die Ligaspieltage. Wie selbstverständlich nimmt man mehrmals jährlich die Einladung im Odenwald an und erfreut sich an leckeren Salaten und frisch gebackenen Kuchen. Die Bereitschaft der hessischen Vereine,  einen Spieltag selbst auszurichten,  ging in den vergangenen Spielzeiten merklich zurück. Nach aktueller Sachlage ist dieser Zustand nicht mehr akzeptabel und es muss sich dringend etwas ändern.

In dieser Saison wurde der Startrekord von 100 Teams geknackt, welche wie selbstverständlich Jahr ein für Jahr die Gastfreundschaft bereitwilliger Ausrichter annehmen. Häufig sogar mit Beschwerde-Tiraden wegen mangelnder Verpflegung oder fehlenden Sitzgelegenheiten. Das heißt auch, dass circa 700 Boulespieler/innen an einem Ligaspielwochenende in ganz Hessen ihrem Lieblingshobby nachgehen. Es scheint leider auch ein hilfloser Verband zu sein, der mehrfach vor der Saison und selbst noch Tage vor einem Wettbewerb mit flehenden Bitten bei seinen Mitgliedern auf taube Ohren stößt. Ein beiderseitiges Dilemma von Desinteresse der Clubs und naiver Planung des Verbandes. Hier sind für 2019 ausnahmslos alle Mitglieder in der Pflicht,  diesen Umstand zu ändern.

Derzeit gibt es etwa 60 Vereine in unserem Landesverband, die als Ausrichter in Frage kommen und sich aber schön hinter den üblichen Verdächtigen wie Tromm und Kassel verstecken. Auch wir in Frankfurt gehören zu denen, die sich häufig wegducken, dabei wäre bei den vielen Clubs in der Mainmetropole doch auch ein organisatorisches Miteinander möglich. Lasst uns mal Zusammenkommen,  verehrte Bornheim Boules, Veteranos und Nebenbouler. Das wäre doch mal ein Projekt.

Vielleicht sollte es künftig eine Regel geben, die teilnehmende Vereine verpflichtet,  alle 2 bis 3 Jahre einen Spieltag auszurichten, um somit für die künftigen Jahre eine Spielberechtigung in der Hessenliga zu erhalten. Stellt ein Verein mehrere Mannschaften, sollte man womöglich alle 2 Jahre Gastgeber sein. Für derartige Lösungen gibt es innerhalb der HPV-Zuständigkeiten fähige Leute für zielorientierte Arbeitsgruppen. Im Tennissport der Kreisklasse gibt es für die Gastmannschaft zwei Kästen ungekühltes Mineralwasser und die Möglichkeit,  auf Toilette zu gehen. Dies hatte mir damals  nicht den Spaß am Spiel verdorben – und würde es heute auch nicht tun. Vielleicht muss man sich schlussendlich von dem Gedanken verabschieden, stets leckere Kuchen, frische Salate und perfekt gebratene Würste und Steaks zu bekommen. Nicht jeder Verein kann eine hohe Mitgliederdichte aufweisen, um ein solch umfängliches Catering zu gewährleisten, aber fast alle verfügen über eine wunderschöne Anlage mit sanitären Einrichtungen.

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