Ein angestaubtes Resultat

Die 8-köpfige Task Force zur Optimierung der langatmigen Qualifikation der Deutschen Meisterschaften hat getagt. Die revolutionären Änderungen sind auf der HPV Seite nachzulesen. Wer sich den Artikel noch nicht durchgelesen kann, darf dies am Ende dieses Posts gerne per Link noch nachholen. Ich nehme die Spannung vorweg und präsentiere die Resultate.

1)      Zeitlimit für Partien je nach Formation zwischen 45 und 55 Minuten plus 2 Aufnahmen und die Anpassung des Modus je nach Teilnehmerzahlen.

Natürlich bringt ein Zeitlimit immer eine Ersparnis mit sich. Dies wird aber schon seit Jahren von verschiedenen Ausrichtern nationaler Großturniere vorbildlich durchgeführt. Die Aufforderung an die Schiedsrichter zur strengeren Einhaltung der Minutenregel ist keine Optimierung, sondern eine Voraussetzung an den Unparteiischen selbst, schließlich ist dies eine einzuhaltende Regel in der Spielordnung.

2)      Ranglistenpunkte nur noch ab dem Finale.

Klar, kann man machen! Unter Umständen werden somit einige Punktesammler davon abgehalten sich anzumelden. Da sich die Wahrscheinlichkeit, einen der heiß begehrten Ranglistenpunkte abzugreifen, deutlich verringert. Weniger Teilnehmer bedeutet weniger Spiele, ergo weniger Zeitaufwand.

3)      Keine Miniturniere mehr nach dem Ausscheiden in der Gruppenphase.

Es ging bei der Optimierung um den Faktor Zeit bei einer DM-Qualifikation. Was interessiert es ein Team, das sich noch im Modus befindet, ob Hans und Franz gerade im Miniturnier Nr. 17 gegen Gabi und Angelika 11 zu 5 führen. Miniturniere sind doch nur ein Add on für Ausgeschiedene. Somit sollte es keinen Impact auf die Qualifikation oder dessen Dauer haben.

 

Mir ist nicht bekannt ob dies die erste Sondierungsrunde war. Oder ob man sich ein weiteres Mal zusammensetzt und die Ideenfindung vertieft. Die Anpassungen erscheinen eher konservativ, statt kreativ und zukunftsorientiert zu sein. Eben nichts Neues, aber vielleicht traut man sich auch einfach nicht. Womöglich ist eine Einnahmequelle für den Verband gefährdet, schließlich zahlt man einen Obolus, um spielen zu dürfen. Somit kommt eine Limitierung oder Vorqualifikation wohl nicht in Frage. Die Rechnungen müssen schließlich bezahlt werden. Mal abgesehen davon, welcher Verein kann eine Meldeliste von 90 Mannschaften bewältigen? Wohl nur der Boule Club auf der Tromm. Ich persönlich fahre sehr gerne in den Odenwald und gönne dem Verein sämtliche Einnahmen durch die Qualifikationen. Opfer sind seit Jahren die Nordhessen, welche zum Teil 260km weit fahren müssen. Oder gar Aufgrund der Distanz gar nicht antreten möchten. Bleibt für dieses Jahr abzuwarten, ob alle 3 Änderungspunkte strikt umgesetzt werden und entsprechend das Endergebnis gegen 17:00 Uhr feststeht. Denn nur dies sollte das Ziel der Optimierung sein.

Zum Artikel des Hessischen Pétanque Verbandes

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