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Die entfesselte Hand

Peter Latsch – die entfesselte Hand aus Bad Camberg ist der aktuelle Sportwart des HPV. Er stand mir vor einigen Wochen Rede und Antwort. Wir haben über die sportlichen Ereignisse der vergangenen Monate gesprochen. Seine Beweggründe das schwierige Ehrenamt des Sportvorstandes zu übernehmen, die Idee Buchautor verschiedener Pétanque-Lektüren zu werden und über seine Vergangenheit als Kampfsportler. Vielen Dank Peter für deine Kooperation und ich wünschen Dir ein glückliches Händchen bei allen anstehenden Entscheidungen.

Peter, beschreibe Dich in ein paar kurzen Sätzen für uns.
Selbstständig, 64 Jahre, aufgewachsen in Frankfurt/M, Studium Geologie. Einige Jahre Arbeit in einer gemeinnützigen Ausbildungsgesellschaft, Lehr- und Integrationsarbeit. Irgendwann hat es mich dann in den Taunus nach Bad Camberg verschlagen. Ansonsten war sportliche Aktivität immer präsent. Die asiatischen Kampfsportarten haben mich bestimmt in meiner Persönlichkeit mitgeprägt. Sie sind auch eine Philosophie die Fairness, Rücksicht, Verantwortung für sich und Andere, aber auch innere Stärke fördert. Als kleiner Selbstständiger gilt das mit selbst und ständig. Man muss das nötige Selbstvertrauen in seine Entscheidungen haben und die Dinge anpacken.

Wann und wie bist du zum Boule spielen gekommen?
Anscheinend hatte meine Frau die Intension mich vom Judo-Leistungssport hin zu einer etwas weniger verletzungsträchtigen, oder altersgerechteren Sportart zu bringen. Das hat allerdings nur eingeschränkt, bzw. mit größerer zeitlicher Verzögerung funktioniert. Mit 40 bekam ich Kugeln, gute 10 Jahre später ging ich mit einem Freund erstmals zum Bouletraining.  Die Begeisterung für den Boulesport ließ dann nicht lange auf sich warten. Seitdem bin ich aktiv dabei.

Für welchen Verein spielst Du aktuell?
Für den TV Dauborn

Welche Rolle nimmt der Pétanque-Sport in deinem Leben ein?
Da verschiedene Sportarten mein ganzes Leben lang schon eine vorrangige Rolle im Bereich Freizeit einnehmen, hat sich dies in Bezug auf Pétanque folgerichtig fortgesetzt.

Du bist uns nicht nur als aktiver Turnierspieler (siehe oben in Travemünde) und Verbandsfunktionär bekannt, sondern auch als Buchautor zweier Bücher zum Thema Boule. Welche Beweggründe hattest Du, diese zu veröffentlichen?
Erstens, dass ich die Möglichkeit hatte.  diese innerhalb meines Verlages problemlos zu veröffentlichen, ohne auf eine entsprechende Rentabilität achten zu müssen.

In meiner sportlichen Laufbahn war ich über viele Jahre Trainer und Lehrer in den sehr komplexen technik- und bewegungsorientierten Kampfsportarten und versuchte so auch das Pétanque in seiner möglichen Variabilität zu erfassen. Die Intension des Einsteigerbuches kam, nachdem ich mir alles an verfügbarer Literatur zum Thema erstanden hatte und feststellte, dass es keinen kurzen Einstieg ins Boule und dieses zeitgemäß, mit vielen entsprechenden und erklärenden Grafiken gab. So entstand auf 11 Seiten eine komplette, bebilderte Grundlage des Boulespiels, als ein einführendes Kapitel.

Der zweite Band, für Fortgeschrittene, resultierte aus meiner Beschäftigung mit den Techniken der Effets. Diese waren bisher nirgends nachvollziehbar beschrieben und die Version mit horizontaler Rotation  war anscheinend neu. Ich habe sie u. A. auf einem Lehrgang mit Michel Briand in Frankreich diskutiert. Sie bilden hier den Schwerpunkt des Buches, womit ich die folgende Frage gleich mit beantwortet habe.

Hast Du neben dem Beruf, dem Leben als Autor und dem Dasein als Verbandsfunktionär noch Zeit, richtig zu trainieren?
Ja, natürlich. Obwohl ich leider immer wieder feststellen muss, das Training meist kein Techniktraining ist sondern, wenn auch, ernsthaftes Spiel.

Wie viele Trainingsstunden absolvierst Du in der Woche?
So zirka eine bis zwei, verteilt auf vier Tage, bei denen ich jeweils, bei zwei verschiedenen Vereinen,  im „Training“ bin und ausgiebig spiele.

Hat die Erfahrung oder der Trainingsfleiß mehr Gewichtung für den sportlichen Erfolg?
Das kann ich so pauschal nicht beantworten. Da spielt auch immer auch ein Teil Bewegungsgefühl und Koordinationsgabe mit, Konzentrationsfähigkeit und innere Einstellung. Gezieltes Training wird jeden Spieler besser und vor allem sicherer und variabler in seinen Techniken machen. Erfahrung hilft nicht nur im taktischen Spiel, die richtigen Entscheidungen im Team zu treffen, sondern auch im Team harmonisch zu agieren und den Stress positiv annehmen zu können. Um ganz oben mitzuspielen, braucht man auf jeden Fall beides.

Mit wem hattest du deinen bisher größten sportlich Erfolg? Wo und wann war dies?
Spontan fällt mir da ein: B-Finale beim DPV Masters auf Fehmarn fand ich schon schön, zusammen mit meiner Frau Pat und Gisela Meller. Vor allem auch wegen einiger sehr spannender Spiele an diesem Tag.

Seit einigen Monaten bist Du zuständig für den Leistungssport in Hessen. Das Amt mit der höchsten Fluktuation in den letzten Jahren. Warum ist dies so?
Da müsste man vorrangig die ehemaligen Sportwarte über ihre Erfahrungen und Hintergründe ihrer Entscheidungen befragen. Ein Punkt, den ich mir vorstellen kann, ist: Als Sportwart muss man z. B. in Bezug auf Kadereinsätze, Auswahlverfahren, Setzplätze etc. Entscheidungen treffen, die Andere vielleicht anders treffen würden. Kritik bleibt dann nicht aus, ob berechtigt oder nicht, bleibt dahingestellt. Außerdem verschlingt der Job als Sportwart auch viel Zeit und Engagement. Der Großteil des Zeitaufwandes wird für die Abläufe im Hintergrund benötigt. Die Einsätze bei den Veranstaltungen sind da nur das Sahnehäubchen. Die zeitlichen Freiräume muss man auch erst einmal zur Verfügung haben.

Wie unterscheidet sich deine Philosophie von denen deiner Vorgänger?
Eigentlich gar nicht. Ich versuche mein Bestes zu geben und gehe davon aus, dass auch meine Vorgänger dies so gemacht haben.

Wie wirst Du dies in den nächsten Monaten umsetzen?
Noch sind wir in der Corona-Ausnahmesituation. Ich versuche natürlich so viel wie möglich anzubieten. Mit dem gemeinsamen Vorstand haben wir den Charity Cup ins Leben gerufen, um wieder etwas Boule-Normalität, Gemeinsamkeit und Wettkampf aufleben zu lassen. Wir werden versuchen, im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, Aktivitäten anzubieten. Einiges ist in der Pipeline, ob es dann umsetzbar sein wird, und wenn in welchem Rahmen, bleibt abzuwarten.

Mit welchen Problemen hinsichtlich des Scoutings und der Kadersteuerung hast Du in dieset besonderen Zeit zu kämpfen?
Da es keine Ranglistenturniere, Liegen und nationale Wettkämpfe gab, ist der derzeitige Leistungsstand der Spieler nur erschwert einschätzbar, noch dazu, da einige neue Spieler den Hessenkader verstärken könnten. Auch dazu machen wir uns bereits seit längerem Gedanken und werden einen Konsens zur Auswahl finden. Ich setzte hier auf Teamarbeit und Transparenz.

Die ersten Erfolge konntest Du im September 2020 verbuchen. Die Veteranen gewinnen in Fürth knapp, aber verdient vor dem Landesverband aus BaWü. Wie war es für Dich als Verantwortlicher?
Als erstes, großes Event unter Coronabedingungen war Fürth ein Testlauf für weitere mögliche Veranstaltungen und hat sich, auch Dank der optimalen Organisation seitens des Fürther Vereins und den Offiziellen des DPV, als sehr positiv herausgestellt und den Weg für weitere Turniere und die DMs 2021 freigemacht. Der Erfolg der hessischen Spieler an diesem Wochenende ist ja kaum zu toppen. Die Teams haben gut koordiniert und harmonisch gespielt. Super Teamgeist, was will man mehr…

Offensichtlich bekommst Du Organisation, Coaching und leistungsstarkes Pétanque zugleich hin. Multitasking gehört demnach zu deinen Stärken. Welche Talente hast Du noch auf deiner Habenseite?
Ich denke mal, dass ich auch in angespannten Situationen Ruhe bewahren kann und Meinungen Anderer gerne mit in meine Überlegungen aufnehme.

Eine Woche später spielten die Senioren, Damen und Espoirs ebenfalls in Fürth. Am Ende wurde man Vorletzter vor dem Landesverband Ost. Was hat in Mittelfranken nicht funktioniert? Welche Erfahrungen und Konsequenzen ziehst Du aus der Niederlage?
Ich sehe es vor allem nicht als Niederlage für das Team. Auch wenn es nicht so erfolgreich gelaufen ist, wie es vielleicht hätte sein können. Aber das ist halt Boule, da kann eine Kugel ein ganzes Spiel entscheiden, oder auch das Quäntchen Glück. Für die Spieler war es ein tolles Event. Man ist wieder etwas zusammengewachsen und konnte sich mit Anderen messen – und manchmal lernt man ja aus Niederlagen mehr als aus einem leichten Sieg, was wiederum ein Erfolg ist.

Mir ist aufgefallen, dass jeder Landesverband (mit Ausnahme LV Ost) mindestens einen Mannschaftsteil hatte, welcher mit positivem Ergebnis (Siege aus Freilosen nicht mit gewertet) aus dem Turnier ging. Hessen ist dies nicht gelungen, kannst Du dir dies erklären?
Die drei erstplazierten Landesverbände sind mit ihren stärksten Teams angereist. Wir haben, auch aufgrund des vom HPV-Vorstand gewählten Auswahlmodus für die Teams, nicht mit der stärksten Besetzung gespielt.

Am 19./20. September warst Du nicht vor Ort – kein optimaler Zustand, wenn der Verantwortliche sich nicht selbst ein Bild von der Situation machen kann, oder? Wer war an diesem Wochenende zuständig für die Mannschaft?
Coronabedingt konnten nur vier Betreuer mit vor Ort sein. Jeder Spieler/ Betreuer konnte nur mit einer dort vergebenen Nummer den Platz betreten. Wir haben in einer Vorstandssitzung, die im 14-tägigen Turnus online stattfindet, beschlossen, dass ich am ersten Wochenende als Verantwortlicher teilnehme und Claudia Auer am zweiten. Dieter Müller war außerdem mit dabei, hatte das Geschehen im Blick und hat zeitweise bei den Espoires gecoacht.

Welche Personen wie Trainer, Berater und Scouts gehören zu deinem Staff?
Ich bin da erstmal offen für alle, die sich einbringen möchten. Bevor ich meine Zusage zum Sportwart gegeben habe, hatte ich Gespräche mit Peter Weise, Natascha Sieling und Norbert Bär. Dieter Müller ist ja sowieso als Beauftragter für Leistungssport bei allen Entscheidungen mit von der Partie. Ich halte auch Kontakt zu Marcus Faltermann, der mit seinem Viernheimer Team einen super Job macht und neue, hochkarätige Spieler nach Hessen bringt.

Lohnt sich der Aufwand für die wenigen Auftritte, einen Sportwart und Landeskader zu nominieren, sowie ein sportliches Konzept zu erarbeiten?
Wenn man auf nationalem Niveau mitspielen will, ist dies unabdingbar. Wir wollen unseren Spielern dazu eine entsprechende Plattform bieten. Ja, es lohnt sich, alleine schon wegen des Miteinander und für die Spieler!

Welche sportlichen Termine in Sachen Kaderarbeit werden dieses Jahr noch stattfinden?
Falls Hallentermine möglich sein werden…auch die Halle in Groß-Gerau ist derzeit nur für Mitglieder offen. Momentan sind so leider keine Aktivitäten festzumachen – aber wir bleiben variabel und versuchen was geht.

Lege Dich auf einen Namen fest, welche Spieler hat für Dich in den letzten 18 Monaten den größten spielerischen Eindruck gemacht hat und warum?
Wolfgang Landgrebe hat in seiner ruhigen und sicheren Weise sowohl in Rastatt, als auch in Fürth eine super Schussleistung erbracht.

Welche Spielerin und weshalb?
Sylvia Rugar spielte erfolgreich und mit einer herausragenden Konstanz mit ihren Portées.

Und welcher Espoir wird nächstes Jahr seinen/ihren größten Durchbruch haben?
Kann ich leider nicht beurteilen. Fabienne ist jetzt der Altersklasse entwachsen. Ich hoffe, dass die übrigen Spieler/*innen dabeibleiben werden.

Im DPV gab es letztes Jahr Bedenken, junge Nachwuchsspieler/innen bei den Senioren einzusetzen, wie stehst Du zu diesem Thema?
Wenn sie an die Leistung der Senioren heranreichen und mit einem Team harmonieren, würden ich einen Einsatz nicht kategorisch ablehnen. Ein Kennenlernen im ernsthaften Turniereinsatz, zusammen mit erfahrenen Spielern, erleichtert bestimmt den späteren Schritt zu den Senioren. Für Kadertrainings haben wir dieses bereits besprochen und gegenseitig befürwortet.

Gibt es diesbezüglich einen aktiven Austausch mit dem Jugendwart und wie sieht dieser aus?
Ja, im Rahmen unserer Vorstandssitzungen online, oder derzeit mit anderen Kommunikationsmitteln.

Was wäre dein größter Wunsch für die anstehende Saison?
Daß sie überhaupt stattfinden kann und das alle Spieler symptomfrei durch die Pandemie kommen.


Peter Latsch – la main déchaînée de Bad Camberg est l’actuel directeur sportif du HPV. Il a répondu à mes questions il y a quelques semaines. Nous avons parlé des événements sportifs de ces derniers mois. Ses motivations : reprendre la difficile fonction honorifique de directeur sportif, l’idée de devenir auteur de différents livres sur la pétanque et sur son passé d’artiste martial. Je vous remercie Peter pour votre coopération et je vous souhaite bonne chance pour toutes les décisions à venir.

Peter, décris-toi en quelques phrases courtes pour nous.
Indépendant, 64 ans, a grandi à Francfort/M, a étudié la géologie. Plusieurs années de travail dans une entreprise de formation à but non lucratif, d’enseignement et d’insertion. À un moment donné, je me suis retrouvé dans les montagnes du Taunus à Bad Camberg. Sinon, l’activité sportive était toujours présente. Les arts martiaux asiatiques ont certainement influencé ma personnalité. C’est aussi une philosophie qui encourage l’équité, la considération, la responsabilité envers soi-même et envers les autres, mais aussi la force intérieure. En tant que petit travailleur indépendant, cela s’applique à moi-même et constamment. Vous devez avoir la confiance nécessaire dans vos décisions et dans votre façon d’aborder les choses.

Quand et comment êtes-vous venu jouer à la pétanque ?Apparemment, ma femme avait l’intention de me faire quitter le judo pour un sport moins sujet aux blessures ou plus approprié à mon âge. Cependant, cela n’a fonctionné que de manière limitée, ou plutôt avec un délai plus long. A 40 ans, j’ai eu des boules, et dix ans plus tard, je suis allé pour la première fois avec un ami à l’entraînement de pétanque.  L’enthousiasme pour le sport de la pétanque ne s’est pas fait attendre. Depuis lors, je me suis impliqué activement.

Pour quel club jouez-vous actuellement ?
TV Dauborn

Quel rôle joue le sport de la pétanque dans votre vie ?
Comme divers sports ont joué un rôle prédominant dans mes loisirs tout au long de ma vie, cela a été une progression logique en ce qui concerne la pétanque.

Nous vous connaissons non seulement comme un joueur de tournoi actif et un officiel de l’association, mais aussi comme l’auteur de deux livres sur la pétanque. Quelles étaient vos motivations pour les publier ?
Tout d’abord, que j’ai eu la possibilité de les publier au sein de ma maison d’édition sans avoir à me soucier de la rentabilité.

Dans ma carrière sportive, j’ai été pendant de nombreuses années entraîneur et professeur dans le domaine des arts martiaux très complexes, techniques et axés sur le mouvement, et j’ai donc essayé de saisir la pétanque dans sa variabilité possible. L’intention du livre pour débutants est venue après que j’ai acheté toute la littérature disponible sur le sujet et que j’ai réalisé qu’il n’y avait pas de courte introduction à la pétanque et à ce contemporain, avec de nombreux graphiques appropriés et explicatifs. Ainsi, en 11 pages, une base complète et illustrée du jeu de boules a été créée comme chapitre d’introduction.

Le deuxième volume, destiné aux joueurs avancés, est le résultat de mon occupation avec les techniques des Effets. Celles-ci n’étaient décrites nulle part de manière compréhensible et la version avec rotation horizontale était apparemment nouvelle. J’en ai discuté, entre autres, lors d’un séminaire avec Michel Briand en France. Ils sont le sujet principal du livre, ce qui signifie que j’ai répondu tout de suite à la question suivante.

Outre votre travail, votre vie d’auteur et votre existence en tant que fonctionnaire d’une association, avez-vous encore le temps de vous former correctement ?
Oui, bien sûr. Bien que je doive malheureusement répéter sans cesse que la formation n’est généralement pas une formation technique mais, si c’est le cas, un jeu sérieux.

Combien d’heures de formation effectuez-vous par semaine ?Environ un à deux, répartis sur quatre jours, pendant lesquels je suis en „formation“ avec deux clubs différents et je joue beaucoup.

L’expérience ou l’assiduité à l’entraînement ont-elles plus de poids pour la réussite sportive ?
Je ne peux pas répondre à cette question de manière aussi générale. Il y a toujours une partie de la sensation de mouvement et de coordination, la capacité de concentration et l’attitude intérieure. Un entraînement ciblé rendra chaque joueur meilleur et surtout plus sûr et plus variable dans ses techniques. L’expérience aide non seulement à prendre les bonnes décisions dans l’équipe, mais aussi à agir harmonieusement dans l’équipe et à accepter le stress de manière positive. Pour jouer au sommet, il faut absolument les deux.

Avec qui avez-vous eu votre plus grand succès sportif jusqu’à présent ? Où et quand était-ce ?
Spontanément, je m’en souviens : J’ai apprécié la finale B du DPV Masters sur Fehmarn avec ma femme Pat et Gisela Meller. Surtout à cause de certains jeux très excitants ce jour-là.

Depuis cette année, vous êtes responsable des sports de compétition en Hesse. Le bureau qui a connu la plus grande fluctuation ces dernières années. Pourquoi en est-il ainsi ?
Il faudrait avant tout interroger les anciens responsables sportifs sur leurs expériences et le contexte de leurs décisions. Un point que je peux imaginer est le suivant : en tant que directeur sportif, vous devez être responsable de tous les aspects du sport, tels que l’affectation des cadres, les procédures de sélection, les places assises, etc. Vous devez prendre des décisions que d’autres pourraient prendre différemment. La critique n’est alors pas exclue, qu’elle soit justifiée ou non, reste à voir. En outre, le travail de gardien de sport demande beaucoup de temps et d’engagement. La plupart du temps, les processus en arrière-plan sont nécessaires. Les affectations lors des événements ne sont que la cerise sur le gâteau. Il faut aussi avoir du temps à perdre avant.

En quoi votre philosophie diffère-t-elle de celles de vos prédécesseurs ?
En fait, pas du tout. J’essaie de faire de mon mieux et je suppose que mes prédécesseurs ont fait de même.

Comment allez-vous le mettre en œuvre dans les mois à venir ? Nous sommes toujours dans la situation d’exception de Corona. Bien sûr, j’essaie d’en offrir le plus possible. Avec le conseil d’administration conjoint, nous avons créé la Charity Cup pour redonner un peu de normalité à la pétanque, à la communauté et à la compétition. Düsseldorf invite à des tournois auxquels participera une équipe HPV. Nous essaierons de proposer des activités dans la mesure du possible. Certaines choses sont en cours de réalisation, il reste à voir si cela sera faisable à ce moment-là et, si oui, dans quelle mesure.

Quels sont les problèmes auxquels vous devez faire face en termes de repérage et de contrôle de gestion en cette année spéciale 2020?
Comme il n’y a pas eu de tournois de classement, de salons ou de compétitions nationales, le niveau de performance actuel des joueurs est difficile à estimer, d’autant plus que certains nouveaux joueurs pourraient renforcer le Hessenkader. Nous y réfléchissons également depuis un certain temps et nous trouverons un consensus sur la sélection. Je compte sur le travail d’équipe et la transparence.

Les premiers succès que vous avez pu réserver en septembre. Les vétérans gagnent de justesse à Fürth, mais à juste titre devant l’association régionale de BaWü. Comment cela s’est-il passé pour vous en tant que responsable ?
En tant que premier grand événement dans des conditions de couronne, Fürth a été un test pour d’autres événements possibles et s’est avéré très positif, également grâce à l’organisation optimale de la part du club Fürth et des officiels du DPV, et a ouvert la voie à d’autres tournois et aux DM 2021. Le succès des joueurs hessois ce week-end ne peut guère être surpassé. Les équipes ont joué de façon bien coordonnée et harmonieuse. Super esprit d’équipe, que demander de plus…

Il est évident que vous obtenez à la fois de l’organisation, du coaching et une pétanque puissante. Le multitâche est donc l’un de vos points forts. Quels sont les autres talents que vous avez à votre actif ?
Je pense que je peux rester calme même dans des situations tendues et j’aime prendre en considération l’opinion des autres.

Une semaine plus tard, les seniors, les dames et les Espoirs ont également joué à Fürth. Ils ont finalement été avant-derniers devant le Department Ost. Qu’est-ce qui n’a pas fonctionné en Moyenne Franconie ? Quelles expériences et conséquences tirez-vous de la défaite ?
Surtout, je ne vois pas cela comme une défaite pour l’équipe. Même si cela n’a pas fonctionné aussi bien qu’il aurait pu l’être. Mais ce n’est que de la boule, une boule peut décider de tout un jeu, ou même d’un peu de chance. C’était un grand événement pour les joueurs. Vous avez un peu grandi ensemble et vous avez pu rivaliser avec les autres – et parfois on apprend plus des défaites que d’une victoire facile, qui est un succès.

J’ai remarqué que chaque association nationale (à l’exception de Dep. Ost) avait au moins une partie d’équipe, ce qui a laissé le tournoi avec un résultat positif (les victoires des lots libres ne sont pas comptées). Hesse n’a pas réussi, pouvez-vous expliquer cela ?
Les trois premières associations régionales sont arrivées avec leurs équipes les plus fortes. Nous n’avons pas joué avec les équipes les plus fortes, notamment en raison du mode de sélection des équipes choisies par le conseil HPV.

Vous n’étiez pas sur place les 19 et 20 septembre – ce n’est pas une situation optimale si la personne responsable ne peut pas voir la situation par elle-même, n’est-ce pas ? Qui était responsable de l’équipe ce week-end ?
En raison de la couronne, seuls quatre autocars pouvaient être sur place. Chaque joueur/entraîneur ne pouvait entrer sur le terrain qu’avec un numéro qui lui avait été attribué. Lors d’une réunion du conseil d’administration, qui a lieu en ligne tous les 14 jours, nous avons décidé que je serais la personne responsable le premier week-end et Claudia Auer le second. Dieter Müller était également présent, il a suivi les événements et a été entraîneur aux Espoires pendant un certain temps.

Quelles sont les personnes, comme les entraîneurs, les consultants et les scouts, qui font partie de votre personnel ?
Pour l’instant, je suis ouvert à tous ceux qui veulent s’impliquer. Avant d’accepter de devenir directeur sportif, j’ai eu des entretiens avec Peter Weise, Natascha Sieling et Norbert Bär. Dieter Müller est de toute façon impliqué dans toutes les décisions en tant que représentant du sport de compétition. Je reste également en contact avec Marcus Faltermann, qui fait un excellent travail avec son équipe de Viernheim et qui amène de nouveaux joueurs de haut niveau en Hesse.

Combien y a-t-il actuellement de manifestations où une association nationale joue en équipe ?
En novembre, il y aura un tournoi à Düsseldorf avec la participation de HPV.

Cela vaut-il la peine, pour les quelques apparitions, de nommer un directeur sportif et une équipe d’État, ainsi que d’élaborer un concept sportif ?
Si vous voulez jouer au niveau national, c’est indispensable. Nous voulons offrir à nos acteurs une plate-forme appropriée pour cela. Oui, ça vaut le coup, ne serait-ce que pour la coopération et pour les acteurs !

Quels autres événements sportifs auront lieu cette année en termes de travail d’équipe ?
Si les dates de la salle sont possibles… la salle de Groß-Gerau est également ouverte uniquement aux membres. Pour l’instant, il n’y a pas d’activités à fixer – mais nous resterons variables et essaierons ce que nous pourrons.

Nommez un joueur qui vous a le plus impressionné au cours des 18 derniers mois et pourquoi ?
Wolfgang Landgrebe, par son calme et sa sécurité, a réalisé une grande performance de tir tant à Rastatt qu’à Fürth.

Quel joueur et pourquoi ?
Sylvia Rugar joué avec succès et avec une constance exceptionnelle avec ses Portées.

Et quel est l’Espoir qui fera sa plus grande percée l’année prochaine?
Malheureusement, je ne peux pas juger. Fabienne a maintenant dépassé la tranche d’âge. J’espère que les autres joueurs resteront avec elle.

L’année dernière, le DPV avait des réserves sur l’utilisation de jeunes joueurs prometteurs pour les seniors, quel est votre avis sur ce sujet ?
S’ils peuvent égaler les performances des seniors et s’harmoniser avec une équipe, je ne refuserais pas catégoriquement un placement. Apprendre à les connaître dans un tournoi sérieux, en compagnie de joueurs expérimentés, facilitera certainement l’étape suivante vers les seniors. Nous en avons déjà discuté pour la formation de l’équipe et nous l’avons mutuellement approuvée.

Y a-t-il un échange actif avec le directeur de la jeunesse à cet égard et à quoi cela ressemble-t-il ?
Oui, pendant les réunions de notre conseil d’administration en ligne, ou actuellement avec d’autres moyens de communication.

Quel serait votre plus grand souhait pour la prochaine saison jusqu’à début mars 2021 ?
Qu’elle puisse avoir lieu tout court et que tous les acteurs traversent la pandémie sans symptômes.

Martin Schmidt – ein engagierter Idealist

“ Unser Sport, wie jeder andere Sport auch, sollte Integration leben. Da Boule sehr kommunikativ ist, bieten sich viele Möglichkeiten, Menschen zu integrieren.“ (Martin Schmidt)

© Hessischer Petanque-Verband

Inhalt
Information zur Person…
Erfahrungen…
Strategie…
Und deine Meinung interessiert uns…

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Information zur Person…

Wer bist du eigentlich außerhalb des Petanques?
Martin Schmidt, 12 Stunden-Job in der eigen Firma, zzt. noch beim BC Langenselbold

Wann hast du angefangen, Petanque zu spielen und wie bist du darauf gekommen?
Das war um 1987. Ein Freund brachte das Spiel aus Frankreich mit

Was fällt dir gut bei dem Petanque, was nicht? Welche guten/schlechten Erfahrungen hast du beim Petanque schon gemacht?
Du hast nur 3 Kugeln aber ganz viele Möglichkeiten, diese im Spiel einzusetzen. Und – selbst im hohen Alter kann man vorne mitspielen. Da fällt mir gleich Guy ein. So ein netter Mensch war das und ein blendender Spieler.
Was ich nicht mag: wenn Verlierer die Leistung der Gewinner nicht anerkennen und nur davon sprechen, wie schlecht sie selbst gespielt haben.

Wie sind deine ehrenamtlichen Werdegänge verlaufen? Du arbeitest seit Jahren ehrenamtlich, was sind deine Bewegungsgründe? Hast du Erwartungen, Wünsche?
Ich war eigentlich Zeit meines Lebens immer in irgendeinem Ehrenamt, Fußball in den 60er Jahren, dann Präsident eines Schachclubs, bei Entwicklung der Hessischen Dartsliga mitgewirkt, den Langenselbolder Bouleclub gegründet und lange Jahre als Präsident geleitet, dann HPV und jetzt DPV.

Hast du ein Vorbild im Petanque, das dich inspiriert?
Mich inspirierte sehr, wie locker und flott in Frankreich gespielt wird, kein Gedöns mit Abschreiten und ewiger Konzentrationsvorbereitung.

Hast du eigentlich Träume? Was sind deine Enttäuschungen?
Wie alle Menschen hatte ich im Leben viele Träume; Enttäuschungen gab es nicht so viele.

Martin, Du bist in den 60er Jahren aufgewachsen. Es waren Zeiten des Umbruchs und der Veränderung. Genau wie heute war das Land geteilt, nicht nur durch die Mauer sondern auch durch die Gesinnung. Man ging auf die Straßen und demonstrierte für mehr Freiheit und Gerechtigkeit. Was steckt von dem damaligen „Revoluzzer“ noch in Dir?
Ich bin 1950 geboren und erlebte bereits um 1964, als ich meinen „großen“ Bruder (er spielte Gitarre in der Band „The Ritzies“) begleitete zu Musikkonzerten, dass sich etwas bewegte, das mein bisheriges Leben vollkommen auf den Kopf stellen würde. Das hat es getan, indeed.
Über die Musik und die besondere Begeisterung für Joan Baez, Donovan, Bob Dylan, aber auch die Blues und Rockmusik, kam ich Ende der 60er zur Politik und dem Widerstand gegen Numerus Clausus, Vietnam-Krieg, Rassismus. In den 80ern war ich sehr aktiv in Friedensinitiativen und organisierte zusammen mit Freunden viele Reisen zu Demos gegen die Aufrüstung. Bis heute habe ich mir meinen grundsätzlichen Widerstand gegen jegliche Ungerechtigkeit bewahrt – allerdings bin ich nicht mehr so arg „unterwegs“ – quasi altersgerecht.

Für was engagierst Du dich besonders?
Kontakte und Hilfen für Flüchtlinge aus Afghanistan waren die letzten Aktivitäten – auch im Bouleclub Langenselbold habe ich mit einigen Jugendlichen und Kindern zusammengearbeitet. Dieses Jahr ist das leider noch nicht wieder angelaufen.

Erfahrungen…

Du warst jahrelang für den HPV ehrenamtlich unterwegs, erzähl uns ein bisschen, wie bist Du zu dieser Funktion gekommen und welche Erkenntnisse haben diese Erfahrung gebracht?
Damals wurde ein Breitensportwart gesucht und ich habe mich „freiwillig“ gemeldet. Diese Funktion hat mir Spaß gemacht und meine Erfolge waren vor allem die Organisation von Training für Frauen. Misserfolge fallen mir keine ein.

Am 16.01.2019 hast Du deinen Rücktritt als HPV-Präsident bekanntgegeben. Für einige Mitglieder kam dies sehr überraschend. War dein Rückzug aus dem HPV bereits länger geplant?
Mein Rückzug war geplant, aber erst für etwas später. Wollte erst noch die Aufnahme in den LSB live mit gestalten.

Und jetzt bist du bei dem DPV, wo liegt der Unterschied zwischen der Führung des Bundesverbands und des Landesverbands? Welche Herausforderung wird das für dich? Welche Baustelle gibt es da? Wie viel Zeit musst du dafür aufwenden?
Beim DPV habe ich ein klar beschriebenes verantwortliches Aufgabengebiet. Herbert (Bundesliga) und Marcus (Rangliste) habe ich für die Mitarbeit in meinem Bereich gewinnen können. Aktuell habe ich viel mit dem Leistungssport zu tun – Trainer und Kader. Der Aufwand ist etwas größer.

Ist das Amt des Vizepräsidenten Sport im DPV einfach interessanter als Verbandsoberhaupt zu sein?
Beides hat seine interessanten Momente. Ich bin als Vize Sport näher an den Spielerinnen und Spielern dran. Anfangs BuLi-Vereine, vermehrt nun auch Kaderspieler*innen.

Oder war es eine gewisse Amtsmüdigkeit, welche sich breit gemacht hat?
Nö.

Wie kam es dazu, dass Du dich direkt wieder in das nächste Ehrenamt geworfen hast?
Der DPV-Präsident sprach mich nach dem Rücktritt von Thomas Schorr an, ob ich bereit wäre, im Präsidium des DPV das Amt von ihm zu übernehmen. Interesse hatte ich und habe Weihnachten 2018 zugesagt für ein Jahr. Im Oktober 2019 entschied ich, für die Wiederwahl zu kandidieren. Schauen wir mal, wie es weitergeht.

Wie Hugo Port vor einigen Wochen berichtete, fehlt es an neuen Gesichtern in Hessen. Sozusagen die nächste Generation an Funktionären. Ich kann mir vorstellen, dass Du dich auch einmal wie Don Quijote gefühlt hast? Alleine gegen Windmühlen kämpfend.
Gekämpft habe ich in Hessen nicht; wir hatten ein prima Präsidium und lebhafte Diskussionen. Nachwuchs fehlte – aber das ist in allen Verbänden ein Problem.

Dein großes Ziel war die Aufnahme in den Landessport Bund Hessen. Dies ist dein Vermächtnis an die Verbandsmitglieder. Rückblickend auf welche Leistung bist Du besonders stolz?
Wie gesagt: Frauentraining und Heranführen des Verbandes an den LSB

Wenn ich richtig recherchiert habe 11 Jahre Verbandsarbeit, davon 6 Jahre Präsident. Bist Du nicht müde?
Manchmal schon etwas, aber es gibt immer wieder spannende Momente

(falls nein) Wir benötigen fähige und kommunikative Menschen im Frankfurter Petanque Club wie wäre es mit einer Mitgliedschaft?
War vor einigen Jahren in ganz vielen Clubs Vereinsmitglied, jetzt bin ich noch bei Bornheim Boules. Meine Lizenz habe ich aktuell „noch“ in Langenselbold. Ich denke drüber nach.

Mal im Ernst mit all deinem Engagement, findest Du überhaupt noch Zeit für Dich?
Klar, immer wieder. Vor allem in der Urlaubszeit mit Susanne

Ich habe Dich immer emotional bei der Sache erlebt. Ganz oder gar nicht! Wie kommst Du nach einem anstrengenden Tag im Job und Verband wieder auf den Boden?
Kaffee und Kuchen mit Susanne; Karten spielen mit Freunden; Backgammon mit meiner Frau.

Du hattest die deutsche Mannschaft bei der letzten WM begleitet, welche Abenteuer waren das?
Das war erst mal zum Reinschnuppern. War ne interessante Erfahrung und hat Riesen Spaß gemacht, die deutschen Spieler*innen zu begleiten, anzufeuern. Vor allem das Frauen Doublette gegen Kamdodscha siegen zu sehen, das war so richtig nach meinem Geschmack – tolle Leistung von Carsta und Luzi. Wer mich noch sehr begeisterte, war Manuel Strokosch mit seiner lockeren, aggressiven Spielweise im Tete – absolut sehenswert. Er wird ein ganz Großer werden.

Strategie…

Was macht der DPV, um das Petanque zu fördern? Gibt es Roadmaps?
Breitensportprogramm ist aufgelegt mit finanziellen Förderungen für die Landesverbände; Einführung der 2. Bundesliga; Masters-Serie ausbauen und auf Dauer etablieren incl. finanzieller Ausstattung. Im Leistungssport stehen aktuell einige Diskussionen an. 2021 stehen die WORLD GAMES in Birmingham, USA an. 

Welche Kämpfe führt Ihr und mit welchen Methoden?
Da fragt ihr besser die zukünftigen Bundestrainer

Die Welt blickt in die Zukunft. Was gibt es zurzeit in der deutschen Petanque-Welt spannendes zu sehen?
Zzt ist es sehr spannend, die shooting-competitions von petanque-aktuell zu verfolgen. Viel mehr passiert gerade nicht

Gibt es bereits Strategien seitens des DPV für eine Rückkehr zur Normalität (Turniere/Liga/Meisterschaften)?
Die neuesten Infos stehen alle auf der DPV-Seite; Anfang Juni erwarten wir weitere Informationen vom Europäischen Verband (CEP) in Sachen Euro-Cup und internationalen Meisterschaften

Welche Maßnahmen wurden während der Pandemie in Bezug auf Petanque ergriffen und wo liegen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung?
Dazu habt ihr ja kürzlich etwas von den Veteranos veröffentlicht – sehr spaßig, und auf den Punkt gebracht

Wer ist/wird der Mann/die Frau der Stunde bei der Lösung dieser Krise sein?
Das DPV-Präsidium diskutiert in seiner wöchentlichen Video-Konferenz (teils auch mit den Landesverbänden) alle anstehenden Fragen – auch zum Wiedereinstieg nach der Krise.
Der Schulterschluss des DPV mit allen Landesverbänden ist der Schlüssel für die richtigen Entscheidungen – damit sind alle Petanquespieler*innen Frauen und Männer der Stunde. 

Gibt es bereits internationale Maßnahmen für das Petanque zu der Frage, wie dies geschehen/fortbestehen wird, was geschehen wird? Wenn nicht, bewegt sich der Weltverband zumindest in diese Richtung?
Der Weltverband hat entscheidenden Schritt ergriffen – auch hier gibt es regelmäßige Kontakte

Was steht für das DPV in dieser Krise auf dem Spiel? Welche Herausforderung bringt das?
Es gilt, den Verbandsmitgliedern regelmäßig Informationen zukommen zu lassen, vor allem von den Bedingungen, unter denen in Deutschland wieder Petanque gespielt werden kann. Das tun wir. Für den Petanque-Dachverband (DBBPV) wurde eine Ärztin als Hygiene-Beauftrage gewonnen. Sie steht für Fragen rund um dieses Thema zur Verfügung.

Apropos neu. Wir leben in Zeiten, welche wir noch nie zuvor gelebt haben und die auch nicht vergleichbar sind. Wohin führt das den DPV?
Wir sind aktiv dabei, die Krise zu meistern.

Und deine Meinung interessiert uns…

Das Attentat von Hanau, ganz in der nähe deines Wohnortes, haben wir alle noch in den Köpfen und jetzt vor einigen Tagen der gewaltsame Tod von George Floyd in den Vereinigten Staaten. Fremdenhass ist in Deutschland sehr verbreitet, besonders in Fußballstadien findet er großen Zuspruch. Bei uns im Pétanque-Sport findet dies nicht statt. Was macht ihr besser?
Ich empfehle allen Petanquevereinen, sich um Flüchtlinge zu kümmern, sie in den Verein zu integrieren, den Kindern und Jugendlichen die Freude am Spiel mit den Eisenkugel zu vermitteln. Ihr bekommt eine Menge zurück dadurch.
Mein Nachbar in Langenselbold arbeitet seit den Attentaten in Hanau im dortigen Krisenstab mit. Dadurch gab es in unserer Hofgemeinschaft (hier wohnen 7-9 Personen, u.a. auch Herbert Dressbach, mein langjähriger Freund und Begleiter durchs Boule-Leben) besonders viele Diskussionen und große Betroffenheit. Selbstverständlich waren wir bei den Demos persönlich in Hanau vor Ort. 

Eigentlich ist Pétanque, als abgewandelte Form aus dem Boule-Lyonnaise entstanden. Jules LeNois, konnte aufgrund seiner Behinderung nicht mitspielen. Man ließ ihn mit geänderten Regeln mitspielen und einige Jahre später löste es Lyonnaise als populärste Variante ab. Sind wir somit als Sportart ein Synonym für Integration?  
Unser Sport, wie jeder andere Sport auch, sollte Integration leben. Da Boule sehr kommunikativ ist, bieten sich viele Möglichkeiten, Menschen zu integrieren. Gleichzeitig klare Kante zeigen gegen alle rechtsnationalistische Gruppierungen und Bewegungen. Darum auch meine Statement: „Keinen Millimeter nach rechts“. 

Das Petanque bewegt sich rasant auch weltweit. Heute treten Spieler aus anderen Weltregionen auf den Plan. Wie siehst du das?
Ich finde das sehr gut; irgendwann wird es in jedem Land der Welt einen Petanqueverband geben – eine willkommene Entwicklung.

Du bist auch international viel unterwegs insbesondere in Frankreich, wie siehst Du das Petanque dort?
Ich liebe es sehr, mit Susanne in Frankreich Petanque zu spielen – sobald Du dort in einem Club akzeptiert bist, findest zu gute Kontakte, viele Spieler*innen, die englisch und manchmal sogar deutsch sprechen. Die französischen Spitzenspieler*innen sind allen anderen Nationen immer noch voraus, vor allem in der Menge der Spitzenspieler*innen.

Wäre es vorstellbar, dass das Petanque eines Tages mehr als nur Breitensport werden könnte? Was gibt es da zu tun damit es wahr wird?
Es gibt im FIPJP eine Menge Nationen, die ihren Nationalspielern finanzielle Möglichkeiten bieten, von denen wir in Deutschland aktuell nur träumen können. In Deutschland gehen wir unseren Weg. Wichtig wäre es, Petanque so zu gestalten, dass Unternehmen sich ein Engagement als Sponsor vorstellen können; dazu tragen die Video-Aufnahmen in Facebook und YouTube viel bei. Der neu eingerichtete DPV-Kommunikationsausschuss ist hier sehr aktiv unterwegs.

Was sind die Eigenschaften, welche die Nationalspieler*Innen unbedingt haben sollten?
Technisch perfekt, Mental gefestigt, Konditionell stark, Charakterlich einwandfrei – um einiges zu nennen.

Wie siehst du die Lage des Petanques in Hessen im Vergleich zu anderen Bundesländern? Welche Baustellen sind da noch offen?
Hessen bewegt sich hier im Mittelfeld – mit Blick nach vorne. Wichtig ist immer, die Brücke zwischen Erfahrung und dem Elan der Jugend zu schlagen. Hessen sollte unbedingt öfters Kaderveranstaltungen organisieren und sich Trainer auch vom DPV vorschlagen lassen. Weiterentwicklung gibt es nicht zum Nulltarif – das wissen wir alle. Insgesamt habt ihr jetzt mit dem neuen Leistungssportwart m.E. den richtigen Weg eingeschlagen.

Was hältst Du von den Maßnahmen, welche während der Pandemie getroffen wurden? Wird es ein Fehler oder eine gute Sache sein? Was werden die Punkte sein, die gegen die Teilaktivierung der Turniere usw. gespielt werden könnten?
Ich stehe hier voll hinter den Entscheidungen des DPV. 2020 wurde nur 1 Ranglistenturnier gespielt (Masters in Viernheim); weitere sind aktuell nicht geplant.

Die Lockdown hat erlaubt, viele Zeit zu gewinnen, um sich auf Wichtigeres zu konzentrieren. Wo siehst du da Chancen für das deutsche Petanque? Wo siehst Du die Änderungen, was ist zu behalten?
Zurzeit bewegt sich vieles. Das Erfolgreiche behalten und darauf aufbauen.

Und was die nächste Welt danach anbelangt, was wird diese Gesundheitskrise für Petanque ändern? Welche Veränderung wird es geben?
Ich befürchte, es wird in ein paar Jahren wieder genauso sein, wie es war. Wünschen würde ich mir, dass die Menschen etwas näher zusammenrücken und ihren Egoismus ablegen.

Selbst wenn die Maßnahmen aufgeweicht werden, glaubst Du, dass die Spieler dabei sein werden?
Ich gehe fest davon aus, dass alle gesetzlichen Möglichkeiten genutzt werden.

Vielen Dank für das Interview

 

MARTIN SCHMIDT – UN IDÉALISTE DÉVOUÉ

„Notre sport, comme tout autre sport, doit vivre l’intégration. Comme la pétanque est très communicative, elle offre de nombreuses possibilités d’intégration „. (Martin Schmidt)

© Deutscher Petanque-Verband

Contenu
Informations sur la personne…
Expériences…
Stratégies…
Et votre avis nous interesse…

Informations sur la personne…

Qui êtes-vous en dehors de la pétanque?
Martin Schmidt, 12 heures de travail dans sa propre entreprise, actuellement encore à BC Langenselbold

Quand avez-vous commencé à jouer à la pétanque et comment l´avez-vous découvert?
C’était vers 1987. J´ai découvert la pétanque grâce à un ami

Qu’est-ce que vous aimez/n´aimez pas dans la pétanque ?  Quelles bonnes/mauvaises expériences avez-vous déjà faites à la pétanque ?
Vous n’avez que 3 boules mais il y a de nombreuses possibilités de les utiliser dans le jeu. Et – même dans le troisième âge – vous pouvez jouer. Cela me rappelle Guy. C’était une personne tellement gentille et un joueur remarquable.
Ce que je n’aime pas, c’est quand les perdants ne reconnaissent pas la performance des gagnants et se contentent de parler de la façon dont ils ont mal joué eux-mêmes.

Comment s’est déroulée votre carrière de bénévole ?
En fait, j’ai toujours occupé de poste honorifique toute ma vie, le football dans les années 60, puis président d’un club d’échecs, j’ai aidé à développer la ligue de Darts à Hesse, j’ai fondé le Langenselbolder Bouleclub et j’ai été président pendant de nombreuses années, puis président de la fédération de pétanque de Hesse et maintenant Vice-Président de la fédération de pétanque d´Allemagne.

Avez-vous un modèle de pétanque qui vous inspire?
J’ai été très inspiré par la rapidité et la décontraction avec lesquelles ils jouent en France, par l’absence de tout sentiment inutile et d’éternelle préparation à la concentration.

Avez-vous des rêves ? Quelles sont vos déceptions ?
Comme tous les gens, j’ai eu beaucoup de rêves dans ma vie ; les déceptions n’étaient pas si nombreuses.

Martin, vous avez grandi dans les années 60. C’était une époque de bouleversements et de changements. Tout comme aujourd’hui, le pays était divisé, non seulement par le Mur, mais aussi par le sentiment. Les gens sont descendus dans la rue et ont manifesté pour plus de liberté et de justice. Qu’en est-il du „révolutionnaire“ de cette époque qui est encore en vous ?
Je suis né en 1950 et j’ai déjà fait l’expérience, vers 1964, lorsque j’ai accompagné mon „grand“ frère (il jouait de la guitare dans le groupe „The Ritzies“) à des concerts de musique, que quelque chose bougeait qui allait bouleverser complètement ma vie. En effet, c’était le cas.
Par la musique et l’enthousiasme particulier pour Joan Baez, Donovan, Bob Dylan, mais aussi le blues et le rock, je suis arrivé à la politique et à la résistance contre le numerus clausus, la guerre du Vietnam, le racisme à la fin des années 60. Dans les années 80, j’étais très actif dans les initiatives de paix et j’ai organisé avec des amis de nombreux voyages pour des manifestations contre l’armement. Jusqu’à aujourd’hui, j’ai conservé ma résistance de base contre toute forme d’injustice – cependant, je ne suis plus tellement „sur la route“ – quasi approprié à mon âge

Dans quoi êtes-vous particulièrement engagé ?
Les contacts et l’aide aux réfugiés d’Afghanistan ont été les dernières activités – j’ai également travaillé avec quelques jeunes et enfants au club de pétanqque de Langenselbold. Malheureusement, cela n’a pas encore recommencé cette année.

Expériences

Vous étiez bénévole à la fédération de pétanque de Hesse depuis des années, dites-nous comment vous êtes arrivé à ce poste et quels enseignements cette expérience vous a apporté?
À l’époque, ils cherchaient un responsable pour les sportifs amateurs et je me suis „porté volontaire“. J’ai apprécié cette fonction et mes succès ont été principalement dans l’organisation de formations pour les femmes. Je ne vois aucun échec.

Le 16.01.2019, vous avez annoncé votre démission en tant que président de la fédération de pétanque de Hesse. Pour certains membres, cela a été très surprenant. Votre retrait était-il prévu depuis longtemps ?
Mon retrait était prévu, mais seulement pour un peu plus tard. J’ai d’abord voulu participer à l’admission de la pétanque à la fédération sportive régionale.

Et maintenant que vous êtes dans la fédération de pétanque d´Allemagne, quelle est la différence entre la direction de la fédération nationale et celle de la fédération régionale ? Quel sera le défi ? Combien de temps devez-vous y consacrer?
J’ai un domaine de responsabilité clairement définit au sein de la fédération nationale. J’ai pu gagner Herbert (Bundesliga) et Marcus (classement) pour mon département. Actuellement, j’ai beaucoup à faire avec le sport de compétition – entraîneurs et équipe. Le temps investi est un peu plus important.

La fonction de vice-président du sport nationale est-elle simplement plus intéressante que celle de responsable de la fédération régionale?
Les deux ont leurs moments intéressants. En tant que vice-président du sport, je suis plus proche des joueur(euse)s. Au début, des clubs de Bundesliga, maintenant de plus en plus avec les joueur(euses)s de la séléction nationale.

Ou est-ce une certaine lassitude de la fonction?
Non.

Comment avez-vous fini par vous engager à nouveau dans le prochain poste de bénévole ?
Après la démission de Thomas Schorr, le président du DPV m’a demandé si je serais prêt à lui succéder au sein de la fédération. J’étais intéressé et j’ai accepté d´occuper le poste pour un an. En octobre 2019, j’ai décidé de me présenter à nouveau aux élections. Voyons ce qui se passera ensuite…

Comme Hugo Port l’a signalé il y a quelques semaines, il y a un manque de nouveaux visages en Hesse. La prochaine génération de fonctionnaires, pour ainsi dire. J’imagine que vous vous êtes un jour senti comme Don Quichotte ? Combattre seul les moulins à vent.
Je n’ai pas combattu en Hesse ; nous avons eu un comité formidable et des discussions animées. Il y a eu un manque de sang neuf – mais c’est un problème dans toutes les fédérations.

Votre grand objectif était l’admission à la fédération sportive de la région de Hesse. C’est votre héritage aux membres de la fédération de Hesse. Rétrospectivement, de quelle réalisation êtes-vous particulièrement fier?
Comme je l’ai dit : la formation des femmes et le rapprochement de la fédération de pétanque de Hesse avec la fédération sportive de la région de Hesse

Si j’ai bien fait mes calculs, vous avez fait 11 ans de travail associatif, dont 6 en tant que président. N’êtes-vous pas fatigué?
Parfois un peu, mais il y a toujours des moments passionnants.

(Si non) Nous avons besoin de personnes compétentes et communicatives au sein du Frankfurter Petanque Club – que diriez-vous d’une adhésion?
Il y a quelques années, j’étais membre de nombreux clubs, maintenant je suis toujours membre de Bornheim Boules. J’ai toujours ma licence à Langenselbold. J’y penserai.

Sérieusement, avec tout votre engagement, trouvez-vous encore du temps pour vous ?
Bien sûr, encore et toujours. Surtout pendant les vacances avec Susanne.

Je vous ai toujours vu impliqué émotionnellement. Jusqu’au bout ou pas du tout ! Comment faites-vous pour vous détendre après une dure journée au travail et à la fédération?
Café et gâteau avec Susanne ; jeux de cartes avec des amis ; backgammon avec ma femme.

Vous aviez accompagné l’équipe d´Allemagne lors de la dernière Coupe du monde, cela a été comment?
Tout d´abord c´était pour se faire une idée. C’était une expérience intéressante et c’était très amusant d’accompagner et d’encourager les joueur(euse)s. Surtout la victoire de l´équipe féminine contre le Cambodge, c’était vraiment à mon goût – une belle performance de Carsta et Luzi. J’étais encore très enthousiaste pour Manuel Strokosch, avec sa façon détendue et agressive de jouer au Tête-à-tête – à voir absolument. Il sera un grand joueur.

Strategies…

Que fait le DPV pour promouvoir la pétanque ? Y a-t-il des feuilles de route?
Un vaste programme sportif est mis en place avec le soutien financier de la fédération nationale ; introduction de la 2ème Bundesliga ; les séries de masters doivent être élargies et établies à long terme, y compris en termes de ressources financières. Il y a actuellement des discussions dans le domaine des sports de compétition. Il y a aussi le championnat du monde de Birmingham, aux États-Unis, en 2021.

Quels sont les combats que vous menez et avec quelles méthodes?
Vous feriez mieux de demander aux futurs entraîneurs nationaux

Le monde est tourné vers l’avenir. Quest-ce qui est actuellement passionnant à voir dans le monde de la pétanque allemande?
En ce moment, il est très passionnant de suivre les compétitions de tir. A part cela, Il ne se passe pas grand-chose actuellement.

Existe-t-il déjà des stratégies de la part de la DPV pour un retour à la normale (tournois/ligues/championnats)?
Les dernières informations sont disponibles sur le site web de la DPV ; début juin, nous attendons de la Confédération européenne (CEP) des informations supplémentaires concernant la Coupe d’Europe et les championnats internationaux.

Quelles mesures ont été prises pendant la pandémie en ce qui concerne la pétanque et quelles sont les difficultés de mise en œuvre?
Vous avez récemment publié quelque chose à ce sujet – très drôle, et au point

Qui est/sera l’homme ou la femme du moment pour résoudre cette crise?
Dans sa vidéoconférence hebdomadaire (en partie aussi avec les fédérations régionales), le présidium du DPV aborde toutes les questions – y compris la reprise après la crise. L’étroite collaboration de la fédération avec toutes les fédérations régionales est la clé pour prendre les bonnes décisions – cela fait de tous les joueurs et joueuse de pétanque la femme et l´hommes du moment.

Existe-t-il déjà des mesures internationales pour la pétanque sur la question de savoir comment cela va se passer? Sinon, la fédération mondiale va-t-elle au moins dans cette direction?
La fédération mondiale a fait un pas décisif – là aussi, des contacts réguliers

Quel est l’enjeu pour la fédération dans cette crise ? Quel défi cela représente-t-il?
Il est important de fournir régulièrement des informations aux membres, notamment sur les conditions dans lesquelles la pétanque peut être rejouée en Allemagne. C’est ce que nous faisons. L’organisme de tutelle de la pétanque (DBBPV) a recruté un médecin comme responsable de l’hygiène. Elle est à votre disposition pour répondre à vos questions sur ce sujet.

En parlant de nouveautés. Nous vivons à une époque que nous n’avons jamais connue et qui n’est pas comparable. Où cela mène-t-il le DPV?
Nous sommes activement engagés dans la lutte contre la crise.

Et votre avis nous interesse…

La tentative d’assassinat à Hanau, tout près de chez vous, est toujours présente dans nos esprits et maintenant, il y a quelques jours, la mort violente de George Floyd aux États-Unis. La xénophobie est très répandue en Allemagne, notamment dans les stades de football. Ce n’est pas le cas à la pétanque. Que faites-vous de mieux?
Je recommande à tous les clubs de pétanque de s’occuper des réfugiés, de les intégrer dans le club, d’apprendre aux enfants et aux jeunes la joie de jouer à la petanque. Vous aurez beaucoup en retour.
Mon voisin de Langenselbold travaille dans l’équipe de crise locale depuis les attentats de Hanau. Il en résulte de nombreuses discussions et une grande consternation dans notre communauté (7 à 9 personnes, dont Herbert Dressbach, mon ami de longue date et compagnon à travers la vie de pétanque). Bien sûr, nous étions personnellement présents aux démonstrations à Hanau. Mon mot d’ordre est : „Ne pas bouger d’un pouce vers la droite“.

La pétanque est en fait une forme modifiée de la lyonnaise. Jules LeNois, ne pouvait pas jouer à cause de son handicap. Il a été autorisé à jouer avec des règles modifiées et, quelques années plus tard, la pétanque a remplacé la Lyonnaise comme variante la plus populaire. Cela fait-il de nous un synonyme d’intégration en tant que sport ?
Notre sport, comme tout autre sport, doit vivre l’intégration. Comme la pétanque est très communicative, il existe de nombreuses façons d’intégrer les gens. En même temps, nous nous montrons clairement opposés à tous les groupes et mouvements nationalistes de droite. C’est pourquoi j’ai fait ma déclaration : „Pas un millimètre à droite“.

La pétanque est également en plein essor dans le monde entier. Aujourd’hui, des joueurs d’autres pays du monde apparaissent sur la scène. Comment voyez-vous cela?
Je pense que c’est très bien ; un jour, il y aura une association de pétanque dans chaque pays du monde – une évolution positive.

Vous voyagez beaucoup à l’étranger, surtout en France, comment y voyez-vous la pétanque?
J’aime beaucoup jouer à la pétanque avec Susanne en France – dès que vous êtes accepté dans un club là-bas, vous y trouverez de trop bons contacts, beaucoup de joueur(euse)s qui parlent anglais et parfois même allemand. Les meilleur(e)s joueur(euse)s français sont toujours en avance sur toutes les autres nations, notamment en ce qui concerne le nombre de joueur(euse)s de haut niveau

Est-il concevable qu’un jour la pétanque puisse devenir plus qu’un simple sport populaire ? Que faut-il faire pour qu’elle se réalise?
Il y a beaucoup de nations dans le FIPJP qui offrent à leurs athlètes de haut niveau des opportunités financières dont nous, en Allemagne, ne pouvons que rêver pour le moment. En Allemagne, nous suivons notre chemin. Il serait important de concevoir la pétanque de manière à ce que les entreprises puissent imaginer un engagement en tant que sponsor ; les enregistrements vidéo sur Facebook et YouTube y contribuent beaucoup. Le Comité de communication de la DPV, récemment créé, est très actif dans ce domaine.

Quelles sont les qualités que les athlètes doivent absolument posséder?
Techniquement parfait, mentalement sain, bonne condition, caractère impeccable – pour n’en citer que quelques-uns.

Comment voyez-vous la situation de pétanque en Hesse par rapport aux autres régions ? Quels sont les chantiers encore ouverts?
La Hesse est au milieu du champ ici – en regardant vers l’avenir. Il est toujours important de construire un pont entre l’expérience et l’élan de la jeunesse. La Hesse devrait certainement organiser plus souvent des événements pour les joueur(euese)s séléctionné(e)s et faire appel à des coachs suggérés par le DPV. La poursuite du développement n’est pas gratuite – nous le savons tous. Dans l’ensemble, je pense que vous avez maintenant pris la bonne voie avec le nouveau directeur sportif.

Que pensez-vous des mesures prises pendant la pandémie ? Est-ce une erreur ou une bonne chose ? Quels seront les points qui pourraient joués contre l’activation partielle des tournois, etc.
Je soutiens pleinement les décisions du DPV à cet égard. En 2020, un seul tournoi de classement a été joué (Masters à Viernheim) ; d’autres ne sont pas prévus actuellement.

Le confinement a permis de gagner beaucoup de temps pour se concentrer sur des choses plus importantes. Où voyez-vous des chances pour la pétanque allemande ? Où voyez-vous les changements, que faut-il garder?
En ce moment, beaucoup de choses bougent. Conserver ce qui est réussi et s’en inspirer.

Et pour ce qui est du monde d´après, que va changer cette crise sanitaire pour la pétanque?
Je crains que cela prenne quelques années pour être comme avant. J’aimerais que les gens se rapprochent un peu plus les uns des autres et mettent de côté leur égoïsme.

Même si les mesures sont assouplies, pensez-vous que les joueur(euse)s seront présent(e)s?
Je crois fermement que toutes les possibilités légales seront utilisées.

…Merci pour l´interview.