Klaus Endress – damals in Tarragona

Das Jahr 1973 brachte so einige geschichtshistorische Ereignisse hervor. In der Bundesrepublik wurde der Grundwehrdienst auf 15 Monate verkürzt. In Paris auf der Vietnam-Konferenz vereinbarte man einen Waffenstillstand, welcher später in einen dauerhaften Frieden übergehen sollte. US-Präsident Nixon erlaubte den Mitarbeitern des Weißen Hauses vor dem Watergate-Ausschuss auszusagen. Griechenland wurde zur Republik ernannt. In Amsterdam eröffnete das „Van Gogh Museum“ seine Pforten. Der erste Geldautomat wurde patentiert. Aus Madagaskar wurden alle französischen Streitkräfte abgezogen. Papst Paul VI. empfing den Dalei-Lama in Rom. David Ben Gurion starb im Alter von 87 Jahren in Tel Aviv. In Chile kam es zu einem blutigen Militärputsch, welcher alleine zu Beginn 3.000 Menschenopfer forderte und Augusto Pinochet die Macht übernahm. Willy Brandt war Bundeskanzler, der Liter Benzin kostete 0,70 DM, die beliebtesten Namen waren Nicole, Stephanie, Michael und Markus. Der Clou, Papillon und Exorzist liefen in die Kinos des Landes. Gilbert O´Sullivan hielt sich 10 Wochen mit seinem Song „Get Down“, gefolgt von Suzi Quatro, mit „Can the Can“ auf Platz 1 der Deutschen Musik Charts. Der FC Bayern München wurde Deutscher Fußball-Meister. Und natürlich nicht minder wichtig, zumindest für die Boule-Szene in Deutschland, Klaus Endress warf seine erste Eisenkugel in Richtung Cochonnet und war seit her dem Pétanque verfallen.

Wir freuen uns, dass wir mit Klaus Endress einen langjährigen, sehr erfahrenen Jugendtrainer für unser Interview gewinnen konnten! Wer Klaus kennt, und ihn kennen sehr viele, weiß, dass sein Herz für den Pétanque-Sport schlägt...

 

„Mit Herz dabei heißt aber auch, für seine Mitmenschen im Ehrenamt etwas zu tun. In diesem Fall für Jugendliche“. – Klaus Endress

Quelle: http://badenia-boule.blogspot.com/
2013/09/kinder-kinder_7.html

Inhalt
Informationen zur Person
Erfahrungen
Ehrenamtliches Engagement
Als Coach
Lage des Petanques in BaWü
Erinnerungen
Ratschläge
Allgemein
Schlusswort

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Informationen zur Person

Stell bitte kurz deine Person vor.
Klaus Endress. Rentner. BaWü Petanque Jugendlandestrainer seit 10 Jahren

Wann hast du mit Petanque angefangen?
1973 in Tarragona, Spanien

Im welchem Verein bist du momentan aktiv?
TSV Badenia Feudenheim

Wie sieht dein Alltag aus?
Nach dem Frühstück geht es auf den Sportplatz. Dort bleibe ich meistens bis 12 Uhr. Danach gehe ich nach Hause. Mittagessen. Wir beide gehen zusammen einkaufen, Enkelkinder betreuen, bummeln im RNZ. Pro Monat gebe ich an zwei Schulen, 6 Std. Sportunterricht. Wenn Reparaturen beim Sportverein anfallen bin ich zur Stelle. Viel Zeit verbringe ich auch am Computer mit Trainingsvorbereitungen für den Verein und Landesverband.

Was machst du gerne, wenn du kein Petanque spielst bzw. dich nicht mit Boule befasst?
Handwerklich arbeiten (mein großes Hobby). Bücher lesen.

Wie viele Stunden pro Tag widmest du dich dem Petanque-Sport?
5-6 Std pro Woche

Spielst du noch selbst Turniere?
Ja

Welche sportlichen Pläne hast du für dieses Jahr?
Mit meiner Mannschaft (Regionalliga) nicht abzusteigen.

Sind für 2020 Projekte geplant?
Ja, ich habe für den BBPV ein neues Konzept mit dem Namen „Jugend BaWü 2020“ erarbeitet. Dies wurde bei der letzten Sitzung in Stuttgart mit einer Arbeitsgruppe bearbeitet, neu vorgestellt und vom Vorstand BBPV genehmigt. Läuft schon.

Für welche Sportarten interessierst du dich noch? Welche Hobbys hast du?
Fußball an erster Stelle, sonst bin ich an allen Sportarten interessiert. Handwerklich arbeiten, Petanque.

Kam dir schon einmal der Gedanke, mit Petanque aufzuhören?
Nie!!!!!!!!!!!!!!!!

Erfahrungen

Schildere kurz deine schönsten Erfahrungen während deiner Boule-Ära.
Trainingswochenende in Ortenberg, Minimes und Cadet, Anfänger. Ich schlafe im Turm ganz oben.
Es ist 5 Uhr morgens. Wache auf, weil ich Kugeln schlagen höre. Schaue aus dem Fenster und sehe wie unsere Minimes Boule spielen. Nun blieb mir nichts anderes übrig als herunter zu gehen und mitzuspielen. Sowas vergisst man nicht.
Stehe mit Andre Skiba (16Jahre) bei der Stadtmeisterschaft TV Waldhof im Endspiel. Andre ist leer. Ich habe noch eine Kugel. Es liegen 3 Kugeln rechts neben dem Schweinchen. Die mittlere Kugel gehört dem Gegner. Entfernung 9m. Bespreche mich mit Andre. Spiele hoch Richtung Gegner. Setze kurz davor auf und drücke den Gegner heraus. Gewonnen.

Was macht für dich ein guter Boulespieler*In aus?
Charakterliche Einstellung, guter Umgang mit anderen Menschen, gute Technik, Konstanz, Spaß am Spiel, positive Einstellung zum Spiel, Leichtigkeit.

Welche Position spielst du gerne in einer Mannschaft?
Schießen und Pointeur

Welche Position findest du am wichtigsten?
Pointeur

Hast du bestimmte Rituale während eines Turniers? Findest du Rituale wichtig?
1 Std einspielen. Gutes Frühstück

Auf welchem Boden/ Bei welchem Wetter spielst du gerne oder nicht gerne?
Alle Böden. Bei Regen nicht so gerne

Welche positiven Erfahrungen hast du beim Petanque gemacht?
Viel Freunde gefunden

Welche negativen Erfahrungen hast du beim Petanque gemacht?
Wenn Alkohol im Spiel ist.

Ehrenamtliches Engagement

Was gefällt dir an der Tätigkeit als Jugendtrainer?
Bei mir überwiegt die Freude, jungen Menschen etwas beizubringen, sie auszubilden.

Auf welche Herausforderungen triffst du bei der Arbeit mit Jugendlichen/Kindern?
Es sind die Höhen und Tiefen, die die verschiedenen Charaktere mit sich bringen. Auf jeden Jugendlichen mit seinen Besonderheiten einzugehen und zu akzeptieren wie jeder ist.

Wie bist du zum Petanque gekommen bzw. zu deinem ehrenamtlichen Engagement? Wie lange bist du schon im Amt?
1973, Campingplatz Tarragona, Spanien. Meine Frau und ich sind einen Tag da. Am zweiten Tag kommt eine französische Familie mit zwei Töchtern. Die spielten schon am ersten Abend Petanque, fragten mich, ob ich mitmachen möchte. So spielte ich nun 2 Wochen lang Petanque und hatte viel Spaß dabei. Ein ¼ Jahr später. Ich komme von der Arbeit nach Hause. Meine Frau sagt, ein Brief aus Frankreich ist gekommen. Kurz gesagt: die eine Tochter hat im Ordnungsamt Mannheim (über die Autonummer) angerufen und mitgeteilt, dass sie sich in Spanien in einen schwarzhaarigen jungen Mann verliebt hat und ob sie die Adresse haben könnten. Habe nicht zurückgeschrieben. Nächstes Jahr sind wir 50 Jahre verheiratet.

Kannst du dir vorstellen, dich auch bei den Senioren zu engagieren?
Ja, aber nicht für immer. Trainingsanfragen habe ich immer mit ja befürwortet.

Warum?/warum nicht?
Kann es nicht genau sagen. Jugendarbeit mache ich schon seit 1967. Das kann ich am besten.

Hast du vor dem Petanque schon ehrenamtlich gearbeitet? Was sind deine Erfahrungen?
Ja, habe in der Evangelischen Kirche als Jungscharleiter begonnen. War die beste Zeit. Kein Internet. Viele Gespräche, die ich vermisse. Freizeiten. Zeltlager. Hier habe ich viel über Jugendarbeit gelernt. 25 Jahre Fußballtrainer.

Was würdest du als Erfolg bzw. Niederlage deiner ehrenamtlichen Tätigkeiten beschreiben und warum?
Erfolg: Wenn ich ehemalige Jugendliche treffe und sie mir ihren Lebensweg aufzeigen und die sportliche Zeit bei mir nicht missen möchten.

Was kannst du von deinem ehrenamtlichen Engagement lernen?
Die Dankbarkeit meiner Mitmenschen ist einfach nur schön und gibt mir alles. Das hat sich mir eingeprägt.

Als Coach

Was gibt es in der aktuellen Situation zu verbessern, damit die Jugend besser gefördert werden kann?
An erster Stelle müssen die Vereine mehr machen. Jugendtraining regelmäßig anbieten. Anreiz vom Landesverband für Jugendtraining im Verein bieten. Schultraining forcieren.

Was ist deine Philosophie, deine Vision?
Unseren Sport weiter nach vorne zu bringen.

Wie motivierst du die Jugendlichen, damit sie zum Training kommen?
Das Training muss vor allen Dingen Spaß machen. Immer etwas dazu lernen. Das heißt gute Technik vermitteln und wenn sie dann merken, dass dies klappt, kommen sie von alleine.

Findest du Petanque im Vergleich zu anderen Sportarten leichter oder schwieriger zu erlernen?
Nein. Es hat mal einer gesagt „Üben muss weh tun“ (Konzertmusiker). Mit regelmäßigem Training kannst Du alles erreichen.

Welche Eigenschaften sollte ein guter Jugendtrainer/in beim Petanque mitbringen?
Vorbild sein, Pünktlichkeit, immer gut vorbereitet sein, Menschfreund, kontaktfreundlich

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Eltern?
Hier fängt das Training an. Wenn der Kontakt zu den Eltern da ist, wirkt sich das auch auf den Jugendlichen im Positiven Verhalten aus. Der Draht zu dem Jugendlichen ist jetzt auf der Spur.

Lage des Petanques In BaWü

Wie siehst du die Förderung der Jugendlichen in BaWü und in Deutschland im Allgemeinen?
BaWü ist bei der Förderung der Jugend gut aufgestellt. Der BaWü Vorstand, der erweiterte Vorstand, arbeitet in Gruppen und stellt alles regelmäßig auf den Prüfstand. Was kann ich besser machen, was muss wegfallen. Im Moment sehe ich nur 4 Bundesländer, die in unserer Richtung arbeiten. Hier sind die Vereine, der Landesverband gefragt bzw. ihre Jugendarbeit zu hinterfragen.

Wo stehen deiner Meinung nach die Jugendlichen von BaWü im Vergleich zu anderen Bundesländern? Was gibt es da noch zu tun?
Zufrieden darf man nie sein. Doch wir sind auf dem richtigen Weg. Bei der letzten DM waren wir in allen Altersklassen im Endspiel. 2 Deutsche Meister, 2 Deutsche Vizemeister, 3 Platz Lege-Wettbewerb usw. Konzept von BaWü 2020, hier haben wir die Förderung im Trainingsbereich, Turniereinsatz und Kader erhöht.

Habt ihr in BaWü Schwierigkeiten, Nachwuchs zu bekommen? Gibt es Probleme? Wenn ja, wo liegen diese?
Es wird schwieriger. Wir bekommen jetzt die Handy Generation. Viele Sportarten drängen in die Schulen. Der Konkurrenzkampf um die Jugendlichen fängt schon im Kindergarten an. Zu wenige Vereine machen Jugendarbeit.

Erinnerungen

Was sind deine schönsten Erinnerungen beim Petanque?
Meine BaWü Minimes wurden in Berlin Deutscher Meister. Trainingscamps Schloß Ortenberg mit Jean Claude Barthelemy und Michele Briand.

Was sind deine persönlich größten Erfolge? An was denkst du gerne zurück?
Andre Skiba, erste Deutsche Meisterschaft als Junior.

Ratschläge

Wie bereitest du dich und deine Spieler*Innen auf wichtige Turniere vor?
Erhöhe mein Trainingsrhythmus 3 Wochen davor. Das ist schwierig, weil die Jugendlichen in ganz BaWü verstreut sind. Vor der DM sind wir ein ganzes Wochenende mit dem Kader zusammen. Die jüngeren Minimes und Cadet haben eine eigene Vorbereitung. Wichtig, dass die Jugendlichen an Turnieren davor teilnehmen.

Wie sieht deine Motivation aus?
Die Vorfreude auf ein sportliches Event ist für mich die beste Motivation. Dafür tue ich alles. Weil ich weiß, dass wir gut gearbeitet haben.

Wie gehst du mit Stress um?
Manchmal nicht einfach, gerade im Spiel. Rede dann selbst nicht zu viel. Versuche dann meine Gedanken in eine positive Richtung zu lenken.

Wie gehst du als Coach mit Negativerlebnissen während des Spiels um? Wie motivierst du deine Spieler*Innen?
Versuche ruhig zu bleiben. Meine Körpersprache, sprich Gesicht, zeigt einen positiven Ausdruck oder soll ich sagen cool. Denkt dran, wir haben viel gelernt, du hast bei der letzten LM super geschossen. Das ist unser Tag. Ich lag auch schon zurück und habe noch gewonnen.

Hast du Ratschläge für unsere Leser*Innen?
Oben habe ich gesagt, Üben muss wehtun. Spruch von (Jazz-Vibraphonist Chris Dell). Training ist die halbe Miete. Wie der Musiker, so sollte der Sportler/In regelmäßig üben. Demut erlernen, wenn man was im Petanque Sport erreichen möchte.

Allgemein

Was hältst du von dem Gedanken: „Dabeisein ist alles“?
Im Breitensport sollte dies an vorderster Stelle stehen.

Was hältst du von dem Grundsatz „Nur der Sieg zählt“?
Hab ich noch nie benutzt. Wird auch weiterhin von mir nicht kommen

Was sind deine Vorbilder?
Steffi Graf, Jupp Heynckes

Hast du Gedanken und Wünsche?
Möchte den Schul-Petanque-Sport weiter ausbauen.

Dein Schlusswort

Wer meine Berichte liest, dem ist wahrscheinlich schon aufgefallen, dass zum Schluss immer steht „mit Herz dabei“, euer Klaus Endress.
Mit „Herz dabei“ heißt aber auch, für seine Mitmenschen im Ehrenamt etwas zu tun. In diesem Fall für Jugendliche.

Lieber Klaus, vielen Dank für das Interview!

 

KLAUS ENDRESS – à l´époque à TARRAGONE

L’année 1973 a été marquée par des événements historiques. En République fédérale d’Allemagne, le service militaire de base a été réduit à 15 mois. Lors de la Conférence sur le Vietnam à Paris, un armistice a été convenu, qui devait plus tard conduire à une paix durable. Le président américain Nixon a autorisé le personnel de la Maison Blanche à témoigner devant le Comité du Watergate. La Grèce est déclarée république. A Amsterdam, le „Musée Van Gogh“ a ouvert ses portes. Le premier distributeur automatique de billets a été breveté. Toutes les forces françaises ont été retirées de Madagascar. Le pape Paul VI a reçu le Dalai Lama à Rome. David Ben Gurion est mort à l’âge de 87 ans à Tel-Aviv. Un coup d’État militaire sanglant a eu lieu au Chili, qui a fait 3 000 victimes au début seulement et Augusto Pinochet a pris le pouvoir. Willy Brandt était chancelier, le litre d’essence coûtait 0,70 DM, les noms les plus populaires étaient Nicole, Stephanie, Michael et Markus. Le nuage, Papillon et Exorciste ont couru dans les cinémas du pays. Gilbert O’Sullivan est resté numéro 1 des charts allemands pendant 10 semaines avec sa chanson „Get Down“, suivi de Suzi Quatro, avec „Can the Can“. Et bien sûr, non moins important, au moins pour la scène de la pétanque en Allemagne, Klaus Endress a lancé sa première balle de fer vers le Cochonnet et est depuis devenu accro à la pétanque.

 « Avoir le cœur à l’ouvrage signifie aussi faire quelque chose pour ses semblables à titre honorifique. Dans ce cas, pour les jeunes. » Klaus Endress

Contenu
Informations sur la personne
Expériences
Bénévolat
En tant qu’entraineur
Situation de la pétanque à Baden Württenberg
Souvenirs
Conseils
Généralités
Conclusion

Informations sur la personne

Veuillez vous présenter s´il vous plait
Klaus Endress. Retraité. Entraîneur des jeunes à la pétanque depuis 10 ans à Baden Württemberg

Quand avez-vous commencé à jouer à la pétanque?
1973 à Tarragone, en Espagne

Dans quel club êtes-vous actuellement actif?
TSV Badenia Feudenheim

À quoi ressemble votre quotidien?
Après le petit déjeuner, je vais au terrain de pétanque. J´y reste généralement jusqu’à midi. Je rentre chez moi après pour déjeuner. Soit ma femme et moi allons faire les courses, soit nous nous occupons de nos petits-enfants ou nous nous promenons. Je donne 6 heures de cours d´éducation physique dans deux écoles par mois. J´aide lorsqu´il y a des réparations à faire au club. Je passe aussi beaucoup de temps devant l’ordinateur pour les préparatifs des entrainements pour le club et la fédération régionale.

Qu’est-ce que vous aimez faire quand vous ne jouez pas à la pétanque?
Le travail manuel (mon passe-temps favori), la lecture

Combien d’heures par jour consacrez-vous à la pétanque?
5-6 heures par semaine

Participez-vous toujours à des tournois?
oui

Des projets pour cette année?
Oui, rester dans la ligue régionale.
J’ai aussi développé un nouveau concept pour le BBPV appelé „Jeunes BaWü 2020“. Un groupe a travaillé là-dessus et l’a présenté lors de notre dernière réunion à Stuttgart. Le concept a été approuvé par le conseil d´administration du BBPV et il est déjà en cours d´exécution.

À part la pétanque, quels autres sports vous intéressent?
Le football en premier lieu, sinon je m’intéresse à tous les sports. Travail manuel, la Pétanque.

Avez-vous déjà pensé à arrêter la pétanque?
Jamais

Expériences

Quels sont vos meilleures expériences à la pétanque?
C´était lors d´un Week-end d´entrainement avec les minimes, les Cadets et les débutants à Ortenberg. Ma chambre se trouvait au sommet de la tour. Il était 5 heures du matin. Des bruits de boules m´ont réveillé. J´ai regardé par la fenêtre et j´ai vu nos minimes jouer. Je n’avais pas d’autre choix que d’aller les joindre et de jouer. On n’oublie pas ce genre de choses.
Ou bien quand j´étais en finale avec Andre Skiba (16 ans) au championnat de la ville TV Waldhof. André n´avait plus de boule. J’en avais encore une. Il y avait 3 boules à droite du cochonnet. La boule du milieu appartenait à l’adversaire. Distance de jeux 9m. Nous avons discutés sur ce que nous allions faire. Je devais jouer en porté en direction de la boule adverse. Ma boule a atterri juste devant la boule et l´a fait sortir. On a gagné.

Qu’est-ce qui fait un bon joueur pour vous?
La bonne interaction avec les autres, la bonne technique, la constance, le plaisir de jouer, l´attitude positive envers le jeu, la légèreté.

Quel poste aimez-vous jouer dans une équipe?
Tireur et pointeur

Quel poste vous-semble le plus important?
Le poste de pointeur

Avez-vous certains rituels lors d´un tournoi?
Une heure d’échauffement. Un bon petit-déjeuner

Sur quel terrain/ Par quel temps aimez-vous jouer ou non?
Tout type de terrain. Pas tant sous la pluie

Quelles expériences positives avez-vous eu à la pétanque?
J’ai pu faire beaucoup d’amis

Quelles expériences négatives avez-vous vécues à la pétanque?
Quand l’alcool est impliqué…

Bénévolat

Qu’est-ce qui vous plaît dans le métier d’entraîneur des jeunes?
La joie d’apporter quelque chose aux jeunes, de les former.

Quels sont les défis que vous rencontrez lorsque vous travaillez avec des jeunes/enfants?
Ce sont les hauts et les bas qu’apportent les différents personnages. Chaque personne a sa particularité et il faut les accepter tels qu´elles sont.

Comment êtes-vous venu à la pétanque ou à votre travail de bénévole ? Depuis combien de temps êtes-vous en fonction?
1973, Camping Tarragona, Espagne. Ma femme et moi y passons notre première journée. Le deuxième jour, une famille française arrivait. Ils jouaient déjà à la pétanque le premier soir et m’ont demandé si je voulais me joindre à eux. J’ai donc joué à la pétanque pendant deux semaines et je me suis beaucoup amusé. Trois mois plus tard, en rentrant du travail, ma femme me disait qu’une lettre est arrivée de France. En bref : l´une des filles a appelé à la préfecture de Mannheim (via le numéro de notre voiture) et leur a raconté qu’elle était tombée amoureuse d’un jeune homme aux cheveux noirs en Espagne et si elle pouvait avoir son adresse. Je n’ai pas répondu. L’année prochaine, nous serons mariés pendant 50 ans.

Pouvez-vous imaginer à vous engager aussi auprès des séniors? Pourquoi (pas)?
Oui, mais pas pour toujours. J’ai dit oui aux demandes d´entrainement.
Je ne peux pas le dire exactement. J´encadre les jeunes depuis 1967 et c’est ce que je fais le mieux.

Quelles sont vos expériences en matière de bénévolat?
J’ai commencé mon bénévolat au sein de l’Église protestante en tant que responsable d´un groupe de jeunes. C’était le bon temps, pas d’internet, beaucoup de conversations directes avec les jeunes, beaucoup d´activités récréatives, de campement aussi. J’ai beaucoup appris sur l´encadrement des jeunes. J’ai derrière moi 25 années d’expériences en tant qu’entraîneur de football.

Comment décririez-vous le succès ou l’échec de votre travail de bénévole et pourquoi?
Succè : Lorsque je revois les anciens et qu’ils me racontent leurs parcours. Ils me disent qu’ils n’auraient manqué en aucun cas l’entrainement.

Que pouvez-vous apprendre de votre bénévolat?
La gratitude de mes semblables. Cela m’a marqué.

En tant qu’entraineur

Que faut-il améliorer dans la situation actuelle pour mieux soutenir les jeunes?
En premier lieu, les clubs doivent faire plus. Proposez régulièrement des entrainements aux jeunes. La fédération régionale doit promouvoir l´entrainement de ces jeunes dans les clubs. Sans oublier bien sur la promotion de la pétanque à l´école.

Quelle est votre philosophie, votre vision?
Faire progresser notre sport.

Comment faites-vous pour inciter les jeunes à venir s´entrainer?
Avant tout, l´entrainement doit faire plaisir et apporter quelques choses aux jeunes, par exemple la maitrise d’une bonne technique. Quand ils réaliseront que cela fonctionne, ils viendront d’eux-mêmes.

Est-ce qu´il est difficile d’apprendre la pétanque par rapport aux autres sports?
Non. Quelqu’un a dit un jour „La pratique doit faire mal“ (musicien de concert). Avec un entrainement régulier, vous pouvez tout atteindre.

Quelles sont les qualités qu’un entraîneur doit avoir/apporter?
Etre un modèle, être ponctuel, toujours bien préparé, philanthrope, sociable

Quelle est l’importance de la coopération avec les parents?
C’est là que commence le travail. Lorsque le contact avec les parents est établi, cela a également un effet positif sur l’adolescent. La connection avec l’adolescent est maintenant sur la piste.

Situation de la pétanque à Baden Württenberg

Comment voyez-vous la promotion des jeunes à Baden Württenberg et en Allemagne en général?
BaWü est bien positionné dans la promotion des jeunes. Le conseil d’administration de BaWü travaille en groupes et soumet tout à un examen régulier sur ce qui doit être amélioré ou supprimé.
Pour l’instant, je ne vois que quatre Bundesländer qui travaillent dans notre direction. Ici, les clubs et les fédérations régionales sont invités à remettre en question leur travail en faveur des jeunes.

À votre avis, où se situent les jeunes de BaWü par rapport aux autres Länder? Qu´est ce qui reste encore à faire?
On ne peut jamais être satisfait. Mais nous sommes sur la bonne voie. Au dernier championnat d´Allemagne par exemple, nous étions en finale dans toutes les tranches d’âge : 2 champions, 2 vice-champions, 3 places au concours de point etc.
Dans le concept de BaWü pour 2020, nous allons promouvoir les entraînements, les tournois et la sélection des joueurs.

Avez-vous des difficultés à avoir des progénitures à BaWü ? Où se situe le problème?
Cela devient de plus en plus difficile. Nous avons la génération des téléphones portables maintenant. De nombreux sports poussent aussi dans les écoles. La concurrence pour avoir des relèves commence déjà dès l’école maternelle. Sans oublier qu’il a trop peu de clubs qui travaillent avec les jeunes.

Souvenirs

Quels sont vos plus beaux souvenirs à la pétanque?
Quand nos minimes sont devenus champion d’Allemagne à Berlin. Il y a aussi le camp de formation au château d’Ortenberg avec Jean Claude Barthelemy et Michèle Briand.

Quelles sont vos plus grandes réalisations personnelles ? A quoi aimez-vous repenser?
Quand Andre Skiba jouait son premier championnat d´Allemagne en tant que junior.

Conseils

Comment vous préparez-vous pour les tournois importants?
J´augmente le rythme d’entraînement 3 semaines avant les tournois. C’est un peu difficile à réaliser vu que les jeunes sont dispersés dans tout BaWü. Avant les championats, nous sommes avec l’équipe pendant tout un week-end. Les minimes et cadets ont leur propre préparation. Il est important que les jeunes participent à des tournois avant.

Quelles sont vos motivations?
L’anticipation d’un événement sportif est pour moi la meilleure motivation. C´est dans ce but que Je fais tout cela et parce que je sais aussi que nous avons bien travaillé.

Comment gérez-vous le stress?
Parfois, ce n’est pas facile, surtout dans le jeu. Alors, je ne parle pas beaucoup. J´essaie ensuite d’orienter mes pensées dans une direction positive.

En tant qu’entraîneur, comment faites-vous face aux expériences négatives pendant le match ? Comment motiver vos joueurs?
J’essaie de rester calme. Mon langage corporel, disons mon visage, montre une expression positive ou devrais-je dire cool.
Je leurs dis : « Souvenez-vous, nous avons beaucoup appris. Vous avez bien tiré/joué lors du dernier championnat régional. C’est notre jour. »

Avez-vous des conseils à donner à nos lecteurs?
Comme je l’ai dit tout en haut, s’entraîner doit faire mal (Chris Dell). L’entrainement est la moitié de la bataille. Comme le musicien, l’athlète doit s’entraîner régulièrement. Apprenez l’humilité si vous voulez réaliser quelque chose à la pétanque.

Généralités

Que pensez-vous de la pensé : „L´important c´est d´y participer“?
Cela devrait être la première priorité dans les sports.

Que pensez-vous du principe „Seule la victoire compte“?
Je ne l’ai jamais utilisé et je ne vais jamais l´utiliser

Qui sont vos modèles?
Steffi Graf, Jupp Heynckes

Avez-vous des souhaits?
Je voudrais développer davantage la pétanque à l’école.

Conclusion

Ceux qui ont déjà lu mes rapports ont probablement déjà remarqué qu’à la fin de ceux-ci j´ai toujours écrit „avec le cœur“, votre Klaus Endress.
Avoir le cœur à l’ouvrage signifie aussi faire quelque chose pour ses semblables à titre honorifique. Dans ce cas, pour les jeunes.

Klaus Endress

Vielen Dank für das Interview!

 

 

 

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